Musikprojekte

Als ich 1985 damit anfing, mit einem billigen Keyboard, einer E-Gitarre und einem simplen Kassettenrekorder eigene Musikstücke aufzunehmen, hätte ich nicht gedacht, dass daraus einmal etwas "Größeres" entstehen würde. Zum Glück existieren von diesen allerersten musikalischen Ergüssen keinerlei Zeugnisse mehr... ;-)

Runswell Mary Aber mal von Anfang an. Mit etwa 12 Jahren (Ende der 70er) bekam ich eine akustische Konzertgitarre, eine sog. "Wandergitarre", geschenkt. Da ich das Instrument nun mal hatte, beschloss ich, es auch zu nutzen, und arbeitete innerhalb von drei Jahren (ja, ich war nicht der Fleißigste...) ein dreibändiges Gitarren-Lehrbuch für den Selbstunterricht durch. Ich kannte nun ein paar Akkorde und konnte einige Volkslieder nach Noten spielen - soweit, so gut.

Allerdings hat es mir immer viel mehr Spaß gemacht, ohne Noten, also "frei nach Schnauze" zu spielen. (Deshalb hat das mit dem Lehrbuch auch so lange gedauert...) Meine Helden waren Guitarreros wie Tom Scholz (Boston), Brian May (Queen) und Mike Oldfield. Mit 14 offenbarte ich daher meiner Mutter, ich würde auf ein Mofa verzichten, wenn ich dafür eine E-Gitarre bekäme. Ich bekam sie. (Später übrigens auch ein Mofa.)

Taranis Da meine Mutter eine Heimorgel besaß, habe ich auch ab und zu ganz gerne damit "rumgespielt", allerdings dieses Instrument nie richtig gelernt. 1985 schließlich kaufte ich mir das bereits erwähnte Mini-Keyboard mit integrierter Begleitautomatik (cool!). Damit war ich erstmals in der Lage, eine "komplette Band" zu simulieren - was ich auch wie gesagt tat. Meine allerersten "Musikproduktionen" entstanden auf diese Art und Weise.

Merkwürdigerweise habe ich als Teenager nie in einer Band gespielt, obwohl ich das eigentlich ganz gerne gemacht hätte. Ich hatte wohl zu wenig Kontakte, war eher ein Einzelgänger, und mir fehlte vielleicht damals auch einfach der Mut dazu.

Als ich 1986 mein erstes "richtiges" Geld verdiente, kaufte ich mir nach und nach besseres Equipment, u.a. einen Atari ST nebst Steinbergs berühmter MIDI-Software "Twenty-Four", ein Roland Soundmodul ("M 50", glaube ich), einen Casio-Synthesizer ("CZ..."), ein Yamaha DX 11, einen Roland D 550 Expander, ein Yamaha Multieffekt-Gerät und einen 4-Spur-Kassettenrekorder (von Fostex, glaube ich). Mit diesem Equipment entstanden dann die ersten "richtigen" Aufnahmen, und davon sind auch noch viele erhalten.

Fingers Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass ich vor dem Atari ST auch einige Stücke mit einem Sequenzer aufgenommen habe. Von diesem Material ist aber (Gott sei Dank) nichts mehr vorhanden.

1990 war nicht nur das Jahr der deutschen Wiedervereinigung, sondern auch der Anfang meines über sechsjährigen Japan-Aufenthalts. (Ich bin übrigens genau am 3. Oktober 1990 in Tokio gelandet.) Natürlich machte ich dort mit dem Homerecording - so nannte sich das mittlerweile - weiter. Nach und nach erwarb ich u.a. einen MIDI-Rekorder von Roland, ein Roland S 50 Sampling Keyboard, ein Yamaha MU 80 Soundmodul, einen PC (486er, 66 MHz) mit MIDI-Software, natürlich auch wieder eine elektrische Gitarre, ein Gitarren-Multieffekt-Gerät, einen 8-Spur-Kassettenrekorder und einen Minidisk-Rekorder.

Velvet Saw 1996 kaufte ich dann meine erste Harddisk-Recording-Software, "Cubase Audio" von Steinberg. Damit wurde der 8-Spur-Rekorder überflüssig, und erstmals konnte ich MIDI- und Audiodaten komplett mit dem PC verwalten. Alles war auf einmal viel komfortabler.

Seit Ende 1993 spiele ich auch immer mal wieder Bass oder Gitarre in diversen Rockbands; erwähnenswert sind hier "Runswell Mary" (Hardrock) aus Tokio, "Taranis" (Rock/Metal) aus dem Mayen-Koblenzer Raum, "Fingers" (Rock/Punkrock) aus Limburg, und "Velvet Saw" (Rock/Metal) aus dem Großraum Koblenz.

Wer nun einmal hören möchte, wie meine Musik so klingt, dem seien hier ein paar Links gegeben: